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Review: Pokémon Fushigi no Dungeon ~Magnagate to Mugendai Meikyū~

Geschrieben von Buoysel am 25.11.2012 um 02:30 Uhr – Letztes Update: 26.11.2012
Das Spiel im 3DS-Home-Menü

Wie angekündigt stellen wir euch heute das neue Nintendo-3DS-Spiel Pokémon Fushigi no Dungeon ~Magnagate to Mugendai Meikyū~ etwas ausführlicher in Form eines umfassenden Tests vor.

Kommt der neue Teil an die ergreifende Story des Vorgängers Pokémon Mystery Dungeon - Erkundungsteam Himmel heran? Welche Neuerungen bietet das Gameplay und wie gut wurde die neuartige 3D-Welt umgesetzt?

Erfahrt alles in unserem nachfolgenden Review.


Mehr als drei Jahre ist es nun schon her, dass wir in den Genuss eines neuen Spiels der inzwischen bei Fans sehr beliebten „Pokémon Mystery Dungeon“-Reihe gekommen sind. Umso erfreulicher war es für viele, dass uns nun ein neues Abenteuer erwartet, in dem wir selbst in die Rolle eines Pokémon schlüpfen können.

Am 23. November 2012 erschien das neue Spiel „Pokémon Fushigi no Dungeon ~Magnagate to Mugendai Meikyū~“ für japanische Nintendo-3DS-Systeme. Ich habe mich diesmal für die eShop-Downloadversion entschieden, die sofort am Releasetag ab 0 Uhr japanischer Zeit bequem über das Internet heruntergeladen werden konnte. Rund 800 MB nimmt es auf der SD-Karte nach dem einstündigen Download schließlich ein.

Das Spiel wird komplett dreidimensional dargestellt und bietet eine moderne, aber dennoch sehr verspielte Optik mit schön animierten 3D-Modellen der Pokémon. Sogar die Gesichtsausdrücke werden stets passend abgebildet. Alle Aktionen finden auf dem oberen Bildschirm statt während der Touchscreen ausschließlich Menüs und Übersichtskarten bietet.

Zu Beginn der Geschichte Ottaro und Pikachu wachen am Morgen auf Eine schön animierte Zwischensequenz

Die Geschichte beginnt in mitten eines Traumes, der vom (menschlichen) Protagonisten geträumt wird. Ein entfernter Hilfeschrei ist zu hören. Es geht offenbar um nichts Geringeres als die Rettung der Pokémon-Welt. Kurz darauf findet man sich selbst in der Pokémon-Welt wieder, in Form eines Pokémon. Hier trifft man direkt auf seinen ersten Freund, dessen Pokémon-Art, wie die eigene Gestalt auch, frei gewählt werden kann. Zur Auswahl stehen Pikachu, Floink, Ottaro, Milza und Serpifeu. Der Partner, der einen von nun an stets begleitet, hat den Traum, auf einem neuen Grundstück ein Pokémon-Paradies zu errichten. Da der Protagonist noch keine Anhaltspunkte hat, wie er dem Hilfeschrei auf den Grund gehen kann, geht es also erst mal darum, beim Aufbau des neuen Grundstücks zu helfen. Hierfür müssen einige Dungeons durchquert und Materialien gesammelt werden. Aber schon bald darauf entfaltet sich eine fesselnde Geschichte rund um den Hilfeschrei, bei der es auch die eine oder andere unerwartete Überraschung gibt. Währenddessen müssen immer mal wieder zufällig generierte Rettungsaufträge am Infobrett angenommen und erledigt werden, um die Story am jeweils darauffolgenden Tag voran zu bringen. Positiv ist auch, dass in der Heimatstadt zahlreiche Pokémon wohnen, die alle einen einmaligen Charakter und eine eigene Redeweise haben.

Der vierte Teil von Pokémon Mystery Dungeon kommt jedoch leider nicht an die beeindruckende Storyline der ersten beiden Teile heran, die damals so manchen Spieler zu Tränen gerührt hat. Genau wie bei den Vorgängern spielt man zwar wieder einen Menschen in Pokémon-Gestalt, jedoch gibt es nur wenige emotionale Szenen und es kommt irgendwie nicht richtig das Gefühl auf, selbst Teil der Story zu sein. Die Geschichte wirkt sehr linear, denn es fehlt vor dem Ending generell an Subquests, bei denen man z. B. Dingen auf den Grund gehen muss, die nicht direkt mit dem eigenen Ziel in der Story in Verbindung stehen.

Ottaro und Pikachu treffen auf Strepoli und Zurrokex In einer Eislandschaft Ein Prisma, das Audioaufzeichnungen speichern kann

Beim Durchschreiten der einzelnen Dungeons können sich wilde Pokémon wieder als Freunde dem Protagonistenteam anschließen. Erfreulich ist dabei, dass selbst Pokémon, die nicht mit auf Reisen durch die Dungeons gehen, automatisch Erfahrungspunkte erhalten und stärker werden. Die Attacken der Pokémon sind mit den vier Knöpfen A, B, X und Y verbunden und können sehr angenehm mit gleichzeitig gedrückter R-Taste ausgeführt werden. Auf dem Touchscreen erscheint gelegentlich zudem der „Sammelangriff“, bei dem das gesamte Pokémon-Team gleichzeitig alle Gegner in Reichweite angreift und meistens auch direkt mit einem Schlag besiegt. Sowohl eigene als auch gegnerische Pokémon können sich in den Dungeons nun weiterentwickeln. Dies war auch schon im dritten Pokémon-Mystery-Dungeon-Teil möglich, der jedoch ausschließlich in Japan als WiiWare-Titel erschien. Zudem gibt es in den storyrelevanten Dungeons keinen Hunger mehr, den man durch das Essen bestimmter Items bekämpfen muss. Wird man in einem Dungeon besiegt, kann man sich über die StreetPass-Funktion des Nintendo 3DS retten lassen, also nur von Spielern, denen man im wahren Leben begegnet ist. Eine Rettung durch fremde Personen über das Internet oder per Passworteingabe ist jetzt nicht mehr möglich. Da stellte sich mir schon die Frage, wer denn so viel Geduld aufbringt und ewig wartet, bis er zufällig einem anderen Spieler per StreetPass begegnet. Mehr Sinn macht es dann doch, den neuen Freundesmodus zu nutzen. Hierbei kann man während der normalen Story außerhalb von Dungeons bzw. in Raststätten innerhalb von Dungeons die normale Geschichte pausieren, um mit einem der zuvor gewonnenen Freunde in der Heimatstadt Rettungsaufträge anzunehmen, bei denen man Items oder Pokémon in verschiedenen Dungeons finden muss und dabei Belohnungen kassiert. Hierüber kann man somit hilfreiche Items wie Belebersamen sammeln, die einem daraufhin in der normalen Geschichte nützlich werden. Außerdem gibt es den kooperativen Mehrspielermodus, bei dem man mit einem Freund zusammen über eine Drahtlosverbindung Rettungsaufträge annehmen und durch die Dungeons gehen kann.

Attackenwahl über die Knöpfe A, B, X und Y, sowie Sammelangriff (Touchscreen) Im Freundesmodus übernimmt man die Kontrolle von rekrutierten Pokémon Eine Raststätte innerhalb eines Dungeons mit Itembox

Die Auswahl der auftauchenden Pokémon ist sehr gering. Eine Liste im Spiel gibt den Hinweis, dass es sogar kaum mehr als 140 verschiedene Pokémon sind. Auch die AI der Teammitglieder hat mir etwas Kopfzerbrechen bereitet: wenn die Teammitglieder einen Gegner entdecken, verfolgen sie diesen quasi sofort und trennen sich somit von der Gruppe. Bei einem vollzähligen Team von vier Pokémon verliert man dabei schnell den Überblick und bemerkt diesen Umstand unter Umständen erst, wenn es schon zu spät ist und das Teammitglied entweder unnötigerweise Items verschwendet oder sogar komplett besiegt wird und die Mission daraufhin scheitert. Falls man es rechtzeitig bemerkt, kann man den betroffenen Teammitgliedern sagen, dass sie sich nicht mehr bewegen sollen, damit man sie wieder in die Gruppe eingliedern kann. Dies passierte bei mir leider ziemlich häufig und war auf Dauer etwas nervig. Das liegt vermutlich auch daran, dass man bei neuen 3D-Ansicht ein eingeschränkteres Sichtfeld hat, als es bei den alten 2D-Teilen der Fall war. Hier hätte die Kamera vielleicht einen etwas größeren Abstand zu den Pokémon halten sollen.

Mit den neuen „Team Skills“, die man über Schatzkisten erhalten kann, werden die Fähigkeiten der Teammitglieder beeinflusst. Zu diesen Fähigkeiten zählt z. B. das Bevorzugen von Attacken mit hohem Typeneffekt oder auch das Verhindern von Treffern gegen andere Teammitglieder im Status der Verwirrung. Mit dem neuen „V-Roulette“, einem Minispiel von Victini, kann die „V-Wave“ beeinflusst werden. Dabei handelt es sich um eine geheimnisvolle Brise, die täglich zufällig ausgewählt Attacken von einem der 17 Typen unterstützt. Mit einer Chance von 20 %, die gegen Geld auch stufenweise auf bis zu 100 % gesteigert werden kann, kann man am Roulette einen Treffer landen und erhält daraufhin die Möglichkeit, den zu unterstützenden Attackentyp selbst auszuwählen. Eine weitere tolle Neuerung ist die sich steigernde Attackenstärke. Je öfter man ein und dieselbe Attacke einsetzt, desto stärker wird sie mit der Zeit. Direkt neben dem Attackennamen wird dafür stets ein Balken eingeblendet, der den aktuellen Fortschritt sichtbar macht.

Diese Pokémon-Liste hat gerade mal 144 Einträge. Es wäre schade, wenn das wirklich alles ist. Das V-Roulette von Victini Ein Fortschrittsbalken ist neben dem Attackennamen eingeblendet.

Erstmals in der Geschichte der Pokémon-Spiele gibt es nun bezahlten DLC, also kostenpflichtige, herunterladbare Inhalte. Diese können direkt im Hauptmenü des Spiels zu einem Preis von bis zu 2,00 EUR erworben werden. Mit jedem DLC-Paket erhält man einen neuen Dungeon sowie einige Retro-Musiktitel, die nach dem Download im Hauptmenü zu hören sind. Die Dungeons bieten alle einen besonderen Nutzen, denn hier kann man bestimmte Dinge einfacher farmen. Im „Poké-Wald“ z. B. gibt es sehr viele Geldmünzen, in einem anderen DLC-Dungeon gibt es viele Schatzkisten mit Team Skills und so weiter. Ein Musikplayer in Form einer Jukebox, wie sie in „Pokémon Mystery Dungeon - Erkundungsteam Himmel“ vorhanden war, scheint im neuen Spiel zu fehlen. Das ist ärgerlich, denn die Musik der einzelnen Dungeons ist wirklich nicht schlecht, obwohl man schon deutlich merkt, dass die neuen Titel von anderen Komponisten stammen.

Komplett unabhängig von der Story gibt es den Magnagate-Modus. Nach Anvisieren eines runden Objektes der realen Welt mit der eingebauten 3DS-Kamera wird ein zufälliger Dungeon geöffnet. Hier übernimmt man die Kontrolle von einem fremden Pokémon-Team, das aus zwei bis vier der fünf Starter bzw. derer Entwicklungen besteht. Andere Pokémon können hier nicht rekrutiert werden, jedoch werden nach Abschluss eines Magnagate-Dungeons alle gesammelten Items und Geldsummen in die Itembox des Hauptabenteuers übertragen.

Im Magnagate-Modus muss ein rundes Objekt anvisiert werden. Ein rundes Objekt (Tasse) wurde erkannt. Glückwunsch, der Magnagate-Dungeon ist geschafft!

Ergänzung (26.11.2012): Nach dem Ending existiert, anders als zuvor gedacht, tatsächlich eine Jukebox, die das anwählen einzelner BGMs ermöglicht. Dafür müssen aber in besonders schwierigen Rettungsaufträgen Materialien gesammelt werden, bevor das „Music Paradise“ innerhalb von Pokémon Paradise von einem Meloetta erbaut werden kann. Die hier gewählte Musik spielt daraufhin dauerhaft im Pokémon Paradise. Zu weiteren Einrichtungen in Pokémon Paradise zählen übrigens vielerlei Geschäfte, die seltene Items verkaufen, und zahlreiche verschiedene landwirtschaftliche Betriebe, die das anpflanzen von Samen und Beeren ermöglichen. Zudem gibt es Trainingsdojos und sogar vollwertige Minispiele (z. B. Tunbear Hockey), bei denen man Items gewinnen kann. Die Einrichtungen lassen sich mit der Zeit noch verbessern und das gesamte Gebiet kann mit der Zeit wachsen. Ebenfalls nach dem Ending neu sind mysteriöse Phänomene innerhalb der Dungeons. Auf einigen Ebenen weht eine Brise, die beispielsweise alle Gegner einschlafen lässt oder das Heilen von KP verhindert. Gelegentlich landet man über eine Treppe durch Zufall auch vorübergehend in einer Art Zwischendungeon, in dem sich andere Pokémon befinden. All dies sind durchaus willkommene Neuerungen, die das Spiel nach dem Ending etwas frischer erscheinen lassen.

Das Minispiel "Tunbear Hockey" Im Music Paradise kann man BGMs frei abspielen. Musiktitel werden nach und nach freigeschaltet. Auch die DLC-Retromusik ist anwählbar. Im Dojo kann jeden Tag eine Attacke verstärkt werden.

Fazit: Ich bin selbst großer Fan der Pokémon-Mystery-Dungeon-Reihe und habe mich riesig auf den neuen Ableger für den Nintendo 3DS gefreut, der ja nun endlich nach 3 Jahren endloser Wartezeit in Japan erschienen ist. Das neue Spiel überzeugt durch einen schönen Soundtrack und seine bunte 3D-Optik, die – mit kleinen Abstrichen in den Dungeons – wirklich gut umgesetzt wurde. Alle Pokémon besitzen hochwertige 3D-Modelle, die allesamt liebevoll animiert sind. Die Story ist gut und nicht direkt vorhersehbar, bietet aber etwas zu wenig Abwechslung. Besonders im Vergleich mit „Pokémon Mystery Dungeon Erkundungsteam Himmel“ fehlt es mir einfach sehr an ergreifenden und emotionalen Szenen. Das Gameplay ist im Vergleich mit den Vorgängern nahezu unverändert, einige Verbesserungen sind aber zu erkennen. „Pokémon Fushigi no Dungeon ~Magnagate to Mugendai Meikyū~“ hat sich dennoch nicht als absoluter 3DS-Pflichttitel erwiesen und könnte den zurecht hohen Erwartungen eingefleischter Fans der Reihe vielleicht nicht ganz gerecht werden. Wenn man über die genannten Schwächen aber hinwegblicken kann, ist es aber definitiv ein sehr gutes Spiel, das langen Spielspaß verspricht, denn die Story wird auch nach dem Ending noch fortgesetzt. (Ergänzung:) Neben altbekannten Features wie Passwort-Wunderbriefen, die Items und Pokémon beinhalten können, werden zudem später weitere Features freigeschaltet, die dem Spiel auf jeden Fall etwas an Langzeitmotivation schenken. Sogar schillernde Legendäre Pokémon können dann angetroffen werden. Da ich mich bei meiner ursprünglichen Wertung mit der Jukebox geirrt hatte, wurde der Wertung nachträglich noch ein Prozentpunkt hinzugefügt.

Wertung: 86 %

Review inkl. Screenshots von Buoysel, 25.–26.11.2012

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